Schreibtipps #16 – Feedback

Ein wesentlicher Bestandteil beim Schreiben eines Buches ist das Feedback. Die Idee für das Buch kann noch so gut sein und man kann noch so viel dazu schreiben. Feedback ist unerlässlich beim Schreiben.

Der Grund für Feedback:

Die Frage, warum man sich Feedback einholen sollte, ist schnell beantwortet. Damit man weiß, wie die eigene Geschichte auf den Leser wirkt und ob die Umsetzung der Idee gelungen ist.

Die ausführlichere Antwort ist, dass man durch konstruktives Feedback das Manuskript auf eine neue Ebene bringt. Das Feedback sollte sich nicht nur darauf beziehen, wie gut die Grundidee ist, sondern auch, wie gut der Schreibstil des Autors beim Leser ankommt. Wenn nicht, was kann man verbessern? Wie sind die Figuren? Was ist gut, was ist schlecht? Wo gibt es Lücken in der Handlung oder existieren mögliche Logiklücken? Wie sieht es mit Info-Dumping aus – gibt man zu viel oder zu wenig preis? Das Gleiche gilt für Foreshadowing: Baut sich der gewünschte Überraschungsmoment auf oder bleibt er aus, weil es zu vorhersehbar ist?

Diese und weitere Punkte lassen sich durch gezieltes Feedback klären. Grundsätzlich sollte das Manuskript mit Feedback auf Herz und Nieren geprüft werden. Indem man selbst so viele Fehler wie möglich beseitigt sowie Verbesserungsvorschläge umsetzt, spart man im weiteren Verlauf Zeit und Geld.

Wen fragt man:

Bei diesem Prozess würde ich in zwei Schritten vorgehen. Eine gute erste Anlaufstelle für Feedback sind Freunde und Familie. In der Regel stehen diese einem tatkräftig zur Seite. In regelmäßigen Abständen kann man ihnen Leseproben geben. Ratsam ist es, direkt einen kleinen Fragenkatalog mitzugeben – zum Beispiel mit den Fragen aus dem vorherigen Abschnitt.

Sobald man merkt, dass das Feedback von Freunden und Familie nicht mehr ausreicht, kann man langsam Testleser suchen. Aber darauf werde ich in einem eigenen Beitrag eingehen.

Zur Erklärung: Testleser werden gezielt damit beauftragt, Manuskripte auf Schwachstellen zu überprüfen, die man selbst sowie Freunde und Familie übersehen hat. Sie geben ein gezielteres, objektiveres und professionelleres Feedback. Deswegen macht ihr Einsatz dann Sinn, wenn die ersten groben Kinderkrankheiten bereits aus dem Manuskript beseitigt wurden. Damit kann sich der Testleser besser auf die Tiefenanalyse des Manuskriptes konzentrieren. Bevor man das Manuskript einem Verlag oder einer Literaturagentur zuschickt, sollte man unbedingt darüber nachdenken, einen Testleser zu engagieren. Das kann die Erfolgschancen für das Manuskript erhöhen.