Der offensichtlichste und vielleicht dennoch eine der schwierigsten Aufgaben beim Schreiben eines Romans ist die Erschaffung deiner Welt, in der die Geschichte oder die Geschichten spielen. Denn damit steht und fällt dein ganzes Vorhaben. Zum einen darf die Welt nicht zu uninteressant sein. Niemand mag langweilige Welten. Gleichzeitig darf sie aber auch nicht zu unglaublich sein. Dadurch kann sie schnell sehr unglaubwürdig wirken. Daher muss man den optimalen Sweetspot finden.

Die Grundlage

Um das zu erreichen, solltest du dir folgende Frage beantwortet haben: Was macht deine Welt besonders? Ist es eine Cyberpunk-Stadt, in der Verbrecherkartelle und Firmen über die Stadt regieren? Sind die Kontinente schwebende Inseln im Himmel? Oder ist es eine untergegangene Welt, in der die Bewohner als Nomaden überleben? Es müssen nicht diese Fragen sein, die du dir selbst beantworten musst. Aber sobald du die Grundlage deiner Welt beantwortet hast, weißt du auch bereits das ungefähre Genre, in dem du schreiben möchtest.

Die Folgefragen

Auf das Fantasy-Genre bezogen bleiben noch zwei weitere Fragen offen. Gibt es Magie? Und wenn ja, wie funktioniert diese Magie? Zum Beispiel nutzt man zum Verwenden der Magie Kraft aus der Natur? Könnte die Folge der Anwendung etwa das Verwelken von Blumen sein? Oder hat es keine Folgen? Aber auch die Frage, kann in deiner Welt jeder die Magie erlernen, muss beantwortet werden. Gibt es spezielle Voraussetzungen, um die Magie zu erlernen? Ein weiteres gern gesehenes Element einer Welt sind Götter. Daher sollte auch die Frage beantwortet werden, ob es Götter in deiner Fantasywelt gibt und wie sie einbezogen werden. Agieren die Götter aktiv oder eher passiv? Wenn diese Fragen beantwortet sind, ergibt sich der Rest des Worldbuildings fast von allein. Sei es Königreiche, Gruppierungen, Kontinente, Monster usw.