Der Dornenkrieg (1455 – 1485) Part 2
Nachdem bei der Wahl der Königswürden Alexander von Kent zum nächsten König von Britania gewählt wurde und ihre Vermutungen nicht erhört wurden, reisten Lady Emilia und Lady Beatrix verbittert und verärgert ab. Ihre Niederlagen waren Demütigungen vor der gesamten Peerage des Königreichs, die in den folgenden Jahren den Einfluss und die Macht ihrer Häuser minderten.
Getrieben von Rache
Sowohl Lady Emilia als auch Lady Beatrix sahen ihren Herrschaftsanspruch als deutlich legitimer an als den von Alexander von Kent. Er hatte dem Peerage keinen direkten Herrschaftsanspruch nennen können. Allein durch Wahl zum König ernannt zu werden, akzeptierten die beiden Frauen nicht.
Um ihren Herrschaftsanspruch durchzusetzen, verfolgten die beiden Frauen unterschiedliche Wege. Durch ihre Niederlage bei der Peerage hatte das Haus Kerrier an Einfluss und sozialem Stand verloren. Daher fehlten Lady Beatrix die Mittel, um eine Armee gegen König Alexander von Britania aufzustellen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Hauses war Haus Kerrier auf Verbündete angewiesen. Daher begann für Lady Beatrix ein jahrelanges Unterfangen, Haus Kerrier wieder aufzubauen.
Gleiches Ziel – anderer Ansatz
Lady Emilia wollte ihren Herrschaftsanspruch ebenso wenig fallen lassen wie Lady Beatrix. Aber im Gegensatz zu Lady Beatrix war Lady Emilia nicht so geduldig. Sie war in der Blüte ihres Lebens und wusste nur allzu gut um die Macht ihrer Schönheit. Sie wollte jetzt die Königin von Britania sein und nicht ihre besten Jahre für einen Krieg verschwenden, der das Land ins Chaos stürzen würde und den sie vielleicht gar nicht gewinnen würde. Wie bereits einige andere Monarchen und Monarchinnen im Krieg um die Krone bewiesen hatten.
Als Alexander von Kent den Thron von Britania bestieg, war er ledig gewesen – Einen Umstand, den Lady Emilia nutzen wollte. Trotz ihrer Niederlage bei der Wahl konnte Lady Emilia immer noch die Verlobte und zukünftige Königin an der Seite von König Alexander werden. Aber dieses Ziel verfolgten alle Frauen aus den hohen und wichtigen Häusern von Britania.
Das Werben der Häuser
Neben Lady Emilia verfolgten noch fünf weitere Damen das Ziel, die Ehefrau und somit Königin von Britania zu werden. Durch ihre Niederlage wurden Lady Emilia nur Außenseiterchancen für eine Heirat mit Alexander zugesprochen.
Aber seit die Prozession der Königin existierte, war sie geprägt von Gehässigkeiten und fiesen Lästereien. Jede Bewerberin versuchte, ihre Konkurrenz zu verdrängen. Neben besagten Verleumdungen und Gerüchten konnte es ebenfalls passieren, dass die ein oder andere Konkurrentin gewaltsam von der Prozession entfernt wurde. Lady Emilia hatte nur ein Ziel vor Augen und dieses verfolgte sie hartnäckig – mit Erfolg. Nach einer fast zweijährigen Prozession, einer der längsten in der Geschichte des Königreiches, stand Lady Emilia als Braut und zukünftige Königin von Britania fest.