Es steht außer Frage, dass der Stein der Weisen eines der mächtigsten Artefakte der okkulten Welt ist. Gleichzeitig ist der Stein einer der geheimnisvollsten Gegenstände, von denen ich je gehört habe.
Zum ersten Mal habe ich von ihm in der Bostoner Bibliothek des Bundes der Gelehrten gelesen. Das war am 25. August 1788. Seitdem fasziniert mich der Stein der Weisen. Bisher hat ihn niemand gesehen. Es gibt nur Dutzende von Berichten darüber, dass Personen ihn besessen haben wollen. Aber das waren alles nur Prahlereien.
Dennoch gibt es zu keinem anderen Artefakt, das wir im Bund besitzen, mehr Kenntnisse als über die Kräfte des Steins der Weisen. Unter anderem soll er einem das ewige Leben schenken. Es muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass hier nicht über Unsterblichkeit gesprochen wird, sondern dass man so lange lebt, wie man den Stein besitzt. Zudem soll man auch mit dem Stein in der Lage sein, Metalle umzuwandeln.
Aber über den Entstehungsprozess oder welche Materialien für den Stein benötigt werden, ist nichts Konkretes bekannt. Ich habe verschiedene Materialien und Herstellungsprozesse erprobt. Aber der Stein der Weisen ist daraus nicht hervorgegangen.
Ich wollte schon meine Suche nach dem Stein der Weisen aufgeben, wie so viele andere Gelehrte des Bundes vor mir. Aber dann bin ich auf einen vielversprechenden Hinweis gestoßen. Er führt mich nach Ingolstadt.
Anmerkung: Auszug aus dem Tagebuch des Gelehrten Elias Sterling. Verfasst am 16. März 1791.
Hinweis: Dieser Blogbeitrag ist rein fiktional. Alles ist frei erfunden. Anspielungen auf real existierende Ereignisse oder Personen sind nicht beabsichtigt oder gewünscht. Dieser Text ist im Rahmen meines Bestiariums für meine Romanwelt „Reign of Night“ entstanden.