Sanctum Regnum Franciae

Das heilige Königreich der Franken

Das Sanctum Regnum Franciae ist wie das Königreich Britania eines der acht Großreiche in der Welt von „Reign of Night“. Zudem ist es eine politische Supermacht, wie fast alle Großreiche. Das heilige Frankenreich ist ein Staatenbund, der sich aus Mitteleuropa zusammensetzt. Staatsoberhaupt ist König Gregor II. Dieser übernimmt nur rein repräsentative Aufgaben. Regierungschef ist Thorsten Habeck. Er bekleidet das Amt des Präsidenten.

Die Wiege des Reiches: Chlodwig I. 

Das Frankenreich wird historisch das erste Mal 486 n. Chr. erwähnt. Erster König war Chlodwig I. Er gründete das Reich der Franken nach der Unterwerfung der letzten römischen Teilprovinzen in Gallien. Seit der Gründung des Frankenreiches kam es immer wieder zu blutigen Machtkämpfen. Dies lag unter anderem daran, dass nach frankischem Recht das frankische Königreich unter den Söhnen aufgeteilt wurde. Dieses Erbsystem führte unweigerlich zu blutigen Kriegen um die Alleinherrschaft.

Gleichzeitig musste sich das Frankenreich gegen äußere Feinde verteidigen. Zu den bekanntesten Feinden gehörten die Friesen an der nördlichen, die Alamannen an der östlichen sowie die Mauren an den südwestlichen Grenzen.

Außerdem kam es immer wieder zu Eroberungen durch Herzogtümer, um das Königreich zu vergrößern. Eine der historisch bedeutendsten Eroberungen war die Eroberung der abtrünnigen Region Aquitanien.

Der Streit unter Brüdern: Der Aufstieg der Karolinger

Durch einen brillanten Schachzug wurde der letzte König aus dem Haus Merowinger abgesetzt. Dies geschah 751 n. Chr. durch Pippin den Jüngeren. Mit Hilfe des Papstes konnte Pippin, der zuvor Hausmeier war und die Politik des Königreiches maßgeblich beeinflusste, sich selbst zum König erklären. Dadurch wurde das Haus Karolinger zum Königsgeschlecht.

Aber der bedeutendste und bekannteste Herrscher des Frankenreiches war Karl der Große. Aber bis zu seiner Herrschaft musste er gegen widrige Umstände ankämpfen. Im September des Jahres 768 n. Chr. verstarb sein Vater Pippin der Jüngere. Somit trat erneut das fränkische Erbrecht. Er und sein Bruder Karlmann I. teilten das Reich unter sich auf. Karlmann bekam von seinem Vater den nördlichen und westlichen Teil des Frankenreiches. Karl erbte den Osten und Süden.

Die genaueren Umstände sind nicht gänzlich historisch belegt. Aber Karl sah in der Reichsteilung eine enorme Schwächung des Frankenreiches. Zudem sollen sich die Brüder nicht sehr nahe gestanden haben. Vielmehr sollen sie Abscheu füreinander empfunden haben. In den ersten Jahren nach dem Tod ihres Vaters wurden die Anzeichen für einen Bürgerkrieg immer deutlicher. Dies änderte sich drastisch, als zu Mitte des Jahres 771 plötzlich Karlmann verstorben ist. Über die Hintergründe weiß man fast nichts. Die stichhaltigste Theorie ist aber, dass Karlmann an einer schweren Krankheit verstorben sei.

Während alle noch starr vor Schock über den unerwarteten Tod von Karlmann waren, traf Karl eine wichtige und wegweisende Entscheidung in der Geschichte des Königreiches. Er ignorierte das Erbrecht. Eigentlich sollte Karlmanns Königreich unter seinen Erben aufgeteilt werden. Eine weitere und so enorm gravierende Schwächung des Frankenreiches konnte Karl nicht akzeptieren.

Mit seiner Armee zog Karl gegen seine Neffen und Cousins in den Krieg. Karl besetzte schnell wichtige Ländereien und eroberte Festungen, um seine Eroberungen zu verteidigen. Zudem besiegte er die größten Konkurrenten um Karlmanns Erbe. Damit ging Karl als Sieger und alleiniger Herrscher über das Frankenreich hervor.

Der Kriegerkönig und die Kaiserwürde

Bevor er zu Karl dem Großen wurde, war er Zeit seines Lebens ein Kriegerkönig. Während seiner 46-jährigen andauernden Herrschaft gab es nur zwei Jahre, in denen Frieden im Frankenreich herrschte. Unter seiner Herrschaft erlebte das Frankenreich seine größte Expansion.

Zu seinen bekanntesten Feldzügen zählt unter anderem die Unterwerfung der Sachsenstämme. Die Unterwerfung verlief zeitlich von 772 bis 804 n. Chr. Diese sind zugleich die blutigsten und grausamsten Feldzüge von Karl dem Großen. Insgesamt führte er über 30 Jahre Krieg gegen die Sachsenstämme. Aber nicht am Stück. Mit Härte und taktischem Kalkül schaffte es Karl, die Stämme der Sachsen nach und nach in sein Reich vollständig zu integrieren.

Sein erster Feldzug als König der Franken war zugleich sein schnellster. Auf Bitten des Papstes führte er von 773 bis 774 Krieg gegen die Langobarden. Am Ende dieses Krieges schuldete der Papst Karl einen Gefallen. Zudem krönte sich Karl zum König der Langobarden. Anstatt einen Vasallen einzusetzen.

Um die finanziellen Kosten seiner Kriege decken zu können, führte er Krieg gegen das Awarenreich. Diese hatten jahrzehntelang Gold und Silber zusammengetragen. Karl beschloss, mit diesen Schätzen seine Staatskasse auszugleichen. Fünf Jahre dauerte der Feldzug und am Ende gewann Karl, indem er die Hauptburg der Awaren eroberte. Nach diesen Kriegen hatte das frankische Königreich seine maximale Ausdehnung erreicht.

Zu Beginn des Jahres 800 ernannte er sich zum Kaiser. Dies vollbrachte Karl, indem er seinen Gefallen beim Papst einlöste, den er vor 26 Jahren durch die Eroberung des Langobardenreiches erworben hatte. Damit war Karl der erste Westeuropäer seit der Antike, der die Kaiserwürde verliehen bekam. Karl gab sich den Beinamen „der Große“. Denn kein Franke hatte eine solche Leistung vollbracht, wie er es getan hatte. Zudem benannte Karl das Frankenreich in das heilige Königreich der Franken um, auf Lateinisch Sanctum Regnum Franciae.