Ich muss zugeben, dass ich lange zu den Personen gehört habe, welche die Empfehlung, Supernatural zu gucken, ignoriert haben. Bei mir lag es zum Großteil daran, dass ich mit Horror gar nichts anfangen kann. Weswegen ich immer gedacht habe, dass die Serie sehr gruselig ist oder andere stilistische Elemente verwendet werden, die Horror ausmachen. Wie sehr ich mich geirrt habe.
Wie Sam & Dean mein Worldbuilding veränderten
Die ersten fünf Staffeln waren deutlich düsterer als die restlichen Staffeln. Was aber am generellen Themenwechsel lag. Die ersten fünf Staffeln waren für mich klassischer Road-Movie-Horror, in denen es um Sam & Deans Familienfehde ging. Das zweite Drittel der Serie baute das Marionettenspiel des finalen Endgegners auf.
Diese Entwicklung hat mich inspiriert und hat dafür gesorgt, dass es ein paar Easter Eggs in mein Manuskript geschafft haben. Des Weiteren hat mir die Serie eine gewisse Klarheit über meine eigene Welt gegeben. Supernatural hat meine Vorstellung geschärft, wie ich fantastische Elemente organisch, logisch und glaubhaft in meine Welt einbauen kann.
Emotionen & Charaktertiefe
Zudem half mir die Serie dabei, noch mal ein ganz anderes Gefühl für meine Figuren zu bekommen. Wie ich Emotionen subtil zeigen kann, obwohl die Figur anders auftritt, agiert oder spricht. Bestes Beispiel dafür sind zum einen Sam und Dean. Wie Jensen Ackles und Jared Padalecki miteinander agieren und sich ergänzen ist phänomenal. Sowohl vor als auch hinter der Kamera. Meiner Meinung nach kann man Brüderliebe kaum besser darstellen.
Das andere Beispiel ist Dean und Castiel. So gut wie jeder Dialog oder jede Szene, in denen diese beiden Figuren vorkamen, gerade in den späteren Staffeln, hat nicht nur vermittelt, dass sie sehr gute Freunde waren. Sie hatten eine Bromance. Anders kann ich es nicht ausdrücken.
Wie bereits erwähnt, gab mir die Serie ein neues Gefühl für meine Figuren, sodass ich Interaktionen und Dialoge noch mal neu geschrieben habe. Vielleicht den ein oder anderen Charakterzug für meine Figuren übernommen habe. Und ich habe schon einmal gesagt: Inspiration findet man überall.